Feb 15 2011

Fotografie studieren: Eine Herausforderung für Bewerber

Dem Fotografiestudium ist in der Regel eine Eignungsprüfung in mehreren Etappen vorangestellt. Der Bewerber muss nachweisen, dass er künstlerisch für ein solches Studium geeignet ist.

Neben dem Ausbildungsberuf des Fotografen und den Autodidakten, die als Fotografen tätig sind, gibt es ebenso die Möglichkeit, Fotografie an einer Fachhochschule, Kunsthochschule oder Hochschule zu studieren. Dem Bewerber wird es wohl schwerfallen, sich in den vielfältigen Angeboten der Studienmöglichkeiten im Bereich Fotografie-Studieren zurechtzufinden.

Häufig ist die Fotografie in andere Studiengänge eingegliedert, wie beispielsweise im Bereich des Journalismus, Kunst, Medientechnik und Design. Hier spielen unterschiedliche Arten des Fotografierens eine Rolle, weswegen das Studium dementsprechend unterschiedliche Inhalte hat. Zum einen ist es die künstlerische Fotografie, bei der nicht die Abbildung der Realität im Vordergrund steht, sondern der kreative Umgang mit Technik und Motiv. Die dokumentarische Fotografie ist vor allem für den Journalismus und zum Teil für die Werbung von Bedeutung, weil dort das Motiv unverfälscht abgebildet werden muss. Ein weiterer wichtiger Bereich der Fotografie ist die Fototechnik, bei der erlernt werden soll, mit den technischen und physikalischen Gegebenheiten optimal zu arbeiten. Dies ist erforderlich, um dauerhaft qualitativ hochwertige Ergebnisse zu erzielen und sich nicht auf Schnappschüsse zu verlassen. In diesem Bereich erlernt man die Grundlagen von der Kamera bis zur Bildbearbeitung und dem Druck. Häufig ist die Fototechnik Teilbereich des Studiums und wird als Nebenfach oder Grundkurs angeboten. Neben dem Fotografen ist der staatlich geprüfte Fotodesigner die einzige geschützte Berufsbezeichnung in der Fotografie.

Für den Zugang zu einer Hochschule ist entweder die Fachhochschulreife oder die Allgemeine Hochschulreife erforderlich. In einzelnen Fällen steht auch Bewerbern mit Mittlerer Reife der Zugang zu einer Kunsthochschule offen. In diesem Fall muss ein Gremium über die besondere künstlerische Eignung entscheiden. Wie auch bei anderen künstlerischen Studiengängen ist auch bei der Fotografie ein Nachweis der Eignung Voraussetzung. Dies umfasst das Erstellen einer Bewerbungsmappe sowie eine praktische und eine mündliche Prüfung. Je nach Fachbereich oder angestrebten Studiengang muss die Mappe den individuellen Gegebenheiten angepasst werden. Der Umfang der Mappe umfasst 10-35 Arbeitsproben.

Man sollte sich frühzeitig bei den entsprechenden Hochschulen über die Anforderungen an eine Bewerbungsmappe informieren. Eventuell ist es hilfreich, sich bei einer Mappenberatung an der Hochschule Tipps und Verbesserungsvorschläge geben zu lassen sowie Hilfestellungen von Dozenten oder Studenten in Anspruch zu nehmen. An manchen privaten Hochschulen werden Mappenvorbereitungskurse angeboten, die etwa ein Jahr dauern und in denen mehrere Arbeiten angefertigt werden, aus denen der Bewerber die passende Auswahl treffen kann. Die Mappe dient den Hochschulen als erste Vorauswahl. Kommt die Mappe positiv an, wird der Bewerber zu einer praktischen Prüfung eingeladen, in der er in einer vorgegebenen Zeit mehrere kleine Aufgaben erfüllen muss. Diese entscheiden darüber, ob der Prüfling zur abschließenden mündlichen Prüfung zugelassen wird. Diese dient dazu, den Bewerber kennenzulernen und über die Arbeiten der Bewerbungsmappe zu sprechen. In manchen Fällen fordert die Hochschule ein Vorpraktikum von mindestens sechs Wochen.

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